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Update 20.04.2022: Lockdown in Shanghai

Mittwoch, 20. April 2022

Ein Ende des Lockdowns in Shanghai ist leider nach wie vor nicht in Sicht. Es zeichnet sich ab, dass uns die Auswirkungen selbst nach einem Ende des Lockdowns monatelang begleiten werden.

​Seefracht:
Die Auswirkungen des Staus vor dem Suez Kanal durch die Havarie der Ever Given im März letzten Jahres sind uns allen noch recht frisch in Erinnerung.

Vor den Häfen Chinas bilden sich enorme Staus. Nicht nur vor Shanghai und Ningbo, sondern zwischenzeitlich auch in der Seeregion Guangdong und Hongkong, wo mit Hongkong, Shenzhen und Guangzhou weitere drei der nach Umschlagvolumen zehn größten Containerhäfen weltweit liegen. Die nachfolgende Grafik verdeutlicht die Situation im Hinblick auf den Stau an Schiffen im Raum Shanghai/Ningbo, wie sich gestern dargestellt hat.

Die gelben Punkte zeigen Schiffe, die sich kaum bewegen bzw. auf Reede liegen. Die gelben Pfeile zeigen die Schiffe, die sich bewegen.

Quelle: Vessel Finder

Alleine vor Shanghai warten mittlerweile über 300 Schiffe, die laden oder löschen wollen und die Anzahl wird noch zunehmen. Unabhängig davon, wann der Lockdown gelockert bzw. beendet wird, wird es einige Wochen dauern, diese Schiffe abzufertigen. Dies hat gravierende Auswirkungen auf die ohnehin schon recht unzuverlässigen Fahrpläne der betroffenen Reedereien. Zudem wird es zu erheblichen Problemen bei verfügbarem Leerequipment kommen.

Obwohl es in den letzten Tagen auch in Ningbo zu einer erhöhten Anzahl an Covidfällen gekommen ist, funktioniert die Abfertigung dort noch vergleichsweise gut. Es kommt allerdings zu Problemen bei verfügbarem Leerequipment, aber unsere Kolleg:innen können die zusätzlichen Aufträge noch abfertigen und verschiffen.

Nach Berechnungen des Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) befinden sich aktuell rund 11,6 Prozent der weltweit verschifften Gütermenge auf wartenden Containerschiffen.

Grundsätzlich müssen wir nach wie vor feststellen, dass die Reedereien die ursprünglich kommunizierten Fahrpläne nicht einhalten können und wir beobachten teilweise erheblich längere Transitzeiten.

Auch der Hamburger Hafen hat mit den Auswirkungen der allgemeinen Situation zu kämpfen. Je nach Terminal kommen durch die Überlastung noch Verspätungen von teils bis zu 14 Tagen und mehr on top. Am Terminal CTB / Burhardkai ist die Situation wohl besonders kritisch, da die Produktivität recht niedrig ist. Zu viele Container müssen zu lange auf der vorhandenen Fläche verbleiben. Ausgelöst wurde das Ganze schon vor einigen Monaten, da viele Exportcontainer planmäßig angeliefert wurden, aber nicht wie geplant verladen werden konnten, da die Schiffe verspätet aus Fernost eingetroffen sind. Seitdem hat sich die Situation kontinuierlich verschlechtert.

Weiter entspannt hat sich dagegen die Lage vor den südkalifornischen Häfen Los Angeles und Long Beach sowie San Diego. Auch an der US-Ostküste (Georgia und South Carolina), wo sich die Häfen Savannah und Charleston befinden, sinkt der Anteil wartender Schiffe seit etwa einer Woche wieder.

Im Eastbound von Europa nach Asien hat sich die Situation ein wenig entspannt. Dagegen gibt es in Richtung Indien und Mittleren Osten kaum freie Plätze. Der Umschlag im Hafen von Colombo, Sri Lanka läuft noch immer schleppend. Auf dem Australien/Neuseeland-Trade sind die Schiff nach wie vor ausgebucht, insbesondere auf direkten Diensten. Die Raten bleiben entsprechend auf hohem Niveau.

Auf den Transatlantik-Strecken bleibt die Nachfrage hoch. Die beiden kalifornischen Häfen Los Angeles und Long Beach verzeichnen weiterhin Rekordvolumen. Auch nach Kanada ist die Nachfrage hoch. In Vancouver verzögern sich Dienste aufgrund der Überlastung der US-Westcoast-Häfen. Für Mexiko sind die Schiffe zurzeit voll ausgelastet. Kurzfristiger Schiffsraum ist sowohl für die nord- als auch die mittelamerikanischen Fahrtgebiete nicht verfügbar.

Luftfracht:
Die meisten Airlines fliegen Shanghai derzeit nicht oder nur unregelmäßig an, so dass die Luftfracht nach wie vor alternativ auch über andere Flughäfen geroutet werden muss. Dies gilt sowohl für Export- als auch für Importsendungen. Wir arbeiten gemeinsam mit den Kolleg:innen in China unter Hochdruck an alternativen Möglichkeiten für Sie.
 
China:
Feiertage stehen vor der Tür - in der Zeit vom 30.04. bis 02.05. (Tag der Arbeit und die darauffolgenden Tage) sind landesweit gesetzliche Feiertage ausgerufen. Dies gilt auch für das vom 03.06. bis 05.06. bevorstehende Dragenboat-Festival.

Es ist zu erwarten, dass es auf den Rennstrecken zwischen Asien und Europa für den Zeitraum vor bzw. nach den Feiertagen deshalb noch enger werden wird. Eine zusätzliche Verknappung der Kapazitäten ist absehbar. Höhere Raten in der Luftfracht und zusätzliche Buchungsengpässe in der Seefracht werden in dieser Zeit erfahrungsgemäß die Folge sein. Wir möchten Sie schon heute daran erinnern, damit Sie dies evtl. in Ihre Planungen einbeziehen können.

Wir stehen in engem Kontakt mit unseren Kolleg:innen in China und halten Sie weiter informiert.

Bei weiteren Fragen kontaktieren Sie bitte Ihren MBS-Ansprechpartner​