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Warnstreiks und Verspätungen an den Häfen

Donnerstag, 9. Juni 2022

Im Tarifkonflikt mit dem Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) hat die Gewerkschaft ver.di am 9. Juni 2022 zu mehrstündigen Warnstreiks in Seehäfen in Niedersachsen, Bremen und Hamburg aufgerufen.

Seefracht – Warnstreiks an den deutschen Seehäfen am 09. Juni 2022

Im Tarifkonflikt mit dem Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) hat die Gewerkschaft ver.di am 9. Juni 2022 zu mehrstündigen Warnstreiks in Seehäfen in Niedersachsen, Bremen und Hamburg aufgerufen. In Hamburg soll sich die Streikenden ab 15 Uhr zur zentralen Streikversammlung am HHLA Containerterminal Burchardkai sammeln. Somit muss voraussichtlich bereits ab 14 Uhr mit Störungen im Betriebsablauf gerechnet werden. Einzelne Aktionen an anderen Hamburger Containerterminals sind nicht auszuschließen. Weitere Aktionen von Ver.di finden in folgenden Seehäfen statt:

   - Emden: ab 14:00 Uhr
   - Wilhelmshaven: ab 14 Uhr
   - Bremen: ab 14 Uhr
   - Bremerhaven: ab 14 Uhr

Wir erwarten, dass dies erhebliche Auswirkungen auf die Abfertigung und Weiterverladungen haben und deutliche Verspätungen nach sich ziehen wird.

Seefracht – Häfen Hamburg, Rotterdam und Antwerpen: Staus vor der Einfahrt
 

Die Staus in der Containerseefahrt, die seit Herbst 2021 für massive Lieferengpässe im Welthandel sorgen, verlagern sich zunehmend von den Hafenstädten der USA und Chinas in die Nordsee. Das geht aus den am Dienstag vorgelegten Zahlen des IfW in Kiel hervor, das mit seinem „Kiel Trade Indicator“ die Handelsflüsse in 75 Ländern und Regionen der Welt beobachtet.

Derzeit stecken rund zwei Prozent der weltweiten Containerflotte vor und in den Häfen Deutschlands, den Niederlanden und Belgiens fest, was einer Anzahl von gut 100 Schiffen entspricht. Die meisten davon können derzeit weder be- noch entladen werden.

Allein in der deutschen Bucht warten 16 große Containerschiffe mit einer Kapazität von jeweils bis zu 18.000 TEU auf das Anlaufen in Hamburg oder Bremerhaven. „Vor den Häfen Rotterdam und Antwerpen ist die Lage noch dramatischer“, berichtet Vincent Stamer, Leiter des Kiel Trade Indicator.

Schon seit Monaten ist die Lage der Nordseehäfen angespannt. Vor allem in Rotterdam, dem größten Hafen Europas, kommt es immer wieder zu Staus und Überlastungen. Die Situation hat sich seit wenigen Tagen noch einmal verschärft: entsprachen die wartenden Schiffe in den vergangenen Monaten selten mehr als einem Prozent der Weltflotte, sind es nun knapp doppelt so viele.

Mit dem kürzlich aufgehobenen Lockdown in Shanghai hat dies aber nichts zu tun, da die nachgeholten Verladungen aus der chinesischen Metropole erst etwa frühestens vier bis sechs Wochen später in Nordeuropa zu erwarten sind.

Nach Einschätzung des Hamburger Hafenbetreibers HHLA ist eines der größten Probleme, dass Importcontainer nicht abgeholt werden und dadurch den Hafen verstopfen. Die durchschnittliche Abholzeit hat sich von drei auf sieben Tage verlängert, manche Container stehen bis zu 50 Tage im Hafen.

Dies führt zu Problemen beim Umschlag: es können aus Platzmangel kaum noch Exportcontainer angenommen werden. Zusätzliche Stellflächen, die abseits im Hafen liegen, wurde aktiviert, laufen aber ebenfalls bereits voll.

Die Gründe für den stockenden Abfluss sind u.a. erschöpfte Lagerkapazitäten vieler Importeure. Die Störungen im Eisenbahnverkehr, die mangelnden Kapazitäten an verfügbaren LKW, und die schleppende Abfertigung an den Terminals tragen ebenso deutlich dazu bei.

In den nächsten Tagen und Wochen ist mit weiteren Verschärfungen zu rechnen. Am 10. Juni startet die dritte Verhandlungsrunde der Gewerkschaft Verdi mit den Hafenbetreibern, wodurch zu den Warnstreiks weitere Arbeitsniederlegungen erwartet werden. Vor allem in Bremen und Hamburg rechnet man damit, dass dies den Betrieb weiter verzögern wird.

Nach dem Ende des Lockdowns in Shanghai wird die Produktion wieder schnell hochgefahren. In den Häfen Chinas beginnen sich die Wartezeiten der Schiffe zu normalisieren. Das zu erwartende höhere Aufkommen wird mit zeitlichem Versatz von vier bis sechs Wochen in Nordeuropa ankommen, so dass kurz- und mittelfristig auch deshalb nicht mit einer Entspannung zu rechnen ist.
 
Wir arbeiten mit Hochdruck daran, Ihnen passende Alternativen und Lösungen anbieten zu können. Sollte es trotz unserer Bemühungen zu Verzögerungen bei der Abfertigung kommen, bitten wir schon heute um Ihr Verständnis.

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